
Ohrenschmerzen sind äußerst unangenehm und plagen Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Meist äußern sich die Schmerzen als dumpfes Pochen bis hin zu sehr starkem Stechen. Besonders nachts, wenn der Kopf flach auf dem Kissen liegt, kann der Druck und Schmerz im Ohr sehr stark sein und macht das Einschlafen unmöglich.
Ohrenschmerzen werden meist durch Entzündungen ausgelöst. Aber auch Verletzungen oder ein Verschluss des Gehörgangs können Ursachen sein. Besonders Kinder bis ca. 6 Jahre sind aus anatomischen Gründen anfällig für Mittelohrentzündungen von innen heraus.
Bei der Behandlung von Ohrenschmerzen ist es essenziell, die Ursache herauszufinden. Je nachdem ob es sich um eine Mittelohrentzündung, Schleimhautschwellungen im Nasen-Rachenraum, Gehörgangsentzündungen oder einen Paukenerguss (Flüssigkeit hinter dem Trommelfell) handelt, kann die Behandlung unterschiedlich ausfallen. Ein Antibiotikum wird dabei manchmal erforderlich sein, ist aber in den meisten Fällen vermeidbar. In jedem Fall gibt es einige sanfte und natürliche Präparate, die unterstützend oder als Alleintherapie genommen werden können. Bessert sich der Zustand nach zwei bis drei Tagen nicht, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen und diesen nach Rat fragen.
Die Mineralsalze nach Dr. Schüßler sind zur Unterstützung einer schnellen Genesung immer ein Versuch wert. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen eine Kombination aus:
- Biochemie Pflüger Nr. 3 – Ferrum phosphoricum D12 - ist das Akut- und Entzündungsmittel der Biochemie. Es wird besonders häufig in den Muskelzellen angetroffen und ist für den Stoffwechsel besonders wichtig.
- Biochemie Pflüger Nr. 4 - Kalium chloratum D6 - ist das Salz der Schleimhäute. Es ist wichtig für die Ausleitung schädlicher Stoffe und für den Gewebeaufbau.
- Biochemie Pflüger Nr. 6 - Kalium sulfuricum - Das Salz für die Regeneration. Es fördert Entgiftungs- und Ausscheidungsprozesse.
- Biochemie Pflüger Nr. 12 – Calcium sulfuricum D6 - das Salz der Dynamik. Es unterstützt die Lymphe, das Immunsystem und unterstützt bei eitrigen Prozessen.
Als Folge einer Mittelohrentzündung treten, besonders bei Kleinkindern, häufig sogenannte Paukenergüsse auf. Es sammelt sich Flüssigkeit in der Paukenhöhle des Ohrs an und sorgt als Folge für eine Schwerhörigkeit und ein störendes Druckgefühl. Die Homöopathie bietet in diesem Fall eine sanfte Hilfe an. Die APIS D6 Globuli lösen Flüssigkeiten aus Hohlräumen und somit auch aus dem Hohlraum im Ohr.
Ein anthroposophisches Arzneimittel der Firma WALA wird bei akuten Ohrenschmerzen (Mittelohrentzündung oder Entzündung des äußeren Ohrs) eingesetzt. Die WALA Aconit Ohrentropfen helfen besonders bei Schmerzen, die durch Verkühlung verursacht wurden (Zugluft, kalter Wind, kaltes Wasser). Sie durchwärmen das Ohr, wirken beruhigend und entspannend und sind bereits ab dem Säuglingsalter einsetzbar.
Treten Schmerzen oder Druckgefühl im Ohr auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Nur er kann die richtige Diagnose stellen. Die Zeit bis zum Arztbesuch lässt sich aber schon sinnvoll nutzen. Bei den ersten Anzeichen einer Mittelohrentzündung kann Otovowen® der Firma Weber & Weber, das gut verträgliche Arzneimittel auf pflanzlicher Basis, oral verabreicht werden. Seit Jahrzehnten hat sich die Rezeptur aus schwarzem Holunder, rotem Sonnenhut, echter Kamille, kanadischer Blutwurz und homöopathischen Potenzen zur innerlichen Behandlung der Mittelohrentzündung bewährt. Das Arzneimittel Otovowen® gibt es als Tropfen zum Einnehmen. So muss das schmerzende Ohr erst gar nicht angefasst werden. Das allein sorgt schon für die Bereitschaft der Kinder, die Tropfen einzunehmen. Am besten tropft man die entsprechende Menge auf einen Löffel.
Treten Ohrenschmerzen im Zusammenhang mit einer Erkältung und Schnupfen auf, hat sich die Verwendung von abschwellenden Nasentropfen bewährt. Bei einer Erkältung oder einem Schnupfen können die Nasenschleimhäute anschwellen und die Eustachische Röhre (die Verbindung zwischen Mittelohr und Rachen) verlegen, was zu Ohrendruck und Schmerzen führen kann. Nasentropfen können dann helfen, da sie die Schleimhaut in der Nase abschwellen lassen und dadurch die Belüftung des Mittelohrs verbessern. Aber bitte beachten Sie: die Tropfen gehören in die Nase, nicht ins Ohr! Werden hier Nasentropfen mit Xylometazolin - HCL eingesetzt - z.B. Nasenspray AL 0,1% – so ist es wichtig dieses nur ca. 1 Woche zu verwenden, um einen Gewöhnungseffekt zu vermeiden.
Wer unter Ohrenschmerzen leidet, kann auch auf eine Vielzahl von Hausmittel zurückgreifen, um die Beschwerden zu lindern:
- Der Klassiker unter den Hausmitteln ist im Falle einer Mittelohrentzündung das „Zwiebel-Säckchen“. Dazu wird eine Zwiebel klein gehackt und in einem Stoffsäckchen über einem Wasserbad erwärmt. Das so angewärmte, feuchte Säckchen wird auf das schmerzende Ohr gelegt. Wer den Zwiebelgeruch so gar nicht mag, der kann alternativ zu zerstampften Kartoffeln greifen.
- Wie oben schon erwähnt, sind Ohrenschmerzen besonders unangenehm, wenn der Kopf ganz flach auf der Matratze liegt. Bei starken Ohrenschmerzen sollte man also die Schlafposition ändern und fast schon im Sitzen schlafen. Ein paar Kissen helfen Ihnen dabei den Kopf höher zu lagern und so den Druck auf das Ohr zu verringern.
- Auch kauen von Kaugummi oder ein Bonbon zu lutschen kann den schmerzhaften Druck in der eustachischen Röhre lindern. Diese Methode wird auch gerne während einer Flugreise angewendet, um einen Druckausgleich im Ohr zu erreichen.
- Aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung der Kamille, kann diese auch bei Ohrenschmerzen in Form eines Dampfbads eingesetzt werden. 2 Esslöffel Kamillenblüten oder 2 Teebeutel der Sidroga® Kamillenblüten werden mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen und die Ohrmuschel direkt über den Wasserdampf gehalten. Vorsicht! Halten Sie genügend Abstand zum heißen Dampf, um Verbrennungen zu vermeiden.
- Wie immer gilt auch bei Ohrenschmerzen: Gönnen Sie sich und Ihrem Körper Ruhe und ausreichend Schlaf. Nur dann kann das Immunsystem genug Energie entwickeln, um die Erkrankung erfolgreich zu bekämpfen.
- Und – unsere treue Leserschaft ahnt es bereits - trinken Sie auch bei Ohrenschmerzen ausreichend viel, ein dehydrierter Organismus ist nicht in der Lage, Krankheiten erfolgreich zu bekämpfen.
In diesem Sinne alles Gute, Ihr omp-Team
Bild: © dragonstock - stock.adobe.com
Ohrenschmerzen sind äußerst unangenehm und plagen Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Meist äußern sich die Schmerzen als dumpfes Pochen bis hin zu sehr starkem Stechen. Besonders nachts, wenn der Kopf flach auf dem Kissen liegt, kann der Druck und Schmerz im Ohr sehr stark sein und macht das Einschlafen unmöglich. Ohrenschmerzen werden meist durch Entzündungen ausgelöst. Aber auch Verletzungen oder ein Verschluss des Gehörgangs können Ursachen sein