Übersicht Säure / Base

Säure-Base-Haushalt

Die meisten haben schon einmal von ihm gehört, können aber selten wirklich etwas mit ihm anfangen. Dabei ist ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt wichtig für eine starke Gesundheit und einen gesunden Stoffwechsel. Denn: Ist das Verhältnis von Säuren und Basen gestört, kann es in der Folge zu zahlreichen Erkrankungen kommen, die in einem Mangel an wichtigen Mineralsalzen und Spurenelementen bzw. in einer zu „sauren“ Ernährung begründet sind. Ob Muskel- und Gelenkschmerzen, Allergien, Migräne, Schlafstörungen oder massivere Probleme wie Gastritis, Zuckerkrankheit oder Arthrosen: Die Ursache kann in einem gestörten Säure-Basen-Haushalt liegen ...

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Wenn wir zu „sauer“ sind: Wie der Säure-Basen-Haushalt unsere Gesundheit beeinflusst

... Viele Experten raten bei einem unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt zu einer entsprechenden Umstellung der Ernährung. Gleichsam gibt es viele Schulmediziner, die eher auf das körpereigene Puffersystem vertrauen, mit dem Säureüberschüsse reguliert und neutralisiert würden. Das kann über Hämoglobin und Phospho-Proteine im Blutplasma geschehen, die zu viel Säure im Körper anfangen und über Lunge, Nieren, Darm sowie Schweißabsonderung wieder ausscheiden. Insbesondere die Lunge kann durch eine erhöhte Atemfrequenz Säure aus dem Körper ausscheiden.

Verzicht auf Kaffee und Fleisch? Tipps und Tricks im Umgang mit Übersäuerung

Zwar wird von einigen Experten angezweifelt, dass eine Ernährungsumstellung den Säure-Basen-Haushalt des Körpers wieder ins Lot bringen kann, dennoch schadet eine eher basische Ernährung keineswegs auf dem Weg zu einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt des Körpers.

Sauer ist nicht gleich sauer: Saure Lebensmittel mit basischer Wirkung

In den meisten Fällen kommt es im Körper zu einer Übersäuerung. Zu viele Basen sind die absolute Ausnahme und kommen in der Medizin so gut wie gar nicht vor. Bei der Beurteilung saurer oder basischer Lebensmittel sollten Sie sich von dem Gedanken verabschieden, dass geschmacklich saure Lebensmittel auch tatsächlich sauer auf den Körper wirken. Das Gegenteil ist sogar der Fall: Saure Früchte beispielsweise wirken durch den Gehalt an Magnesiumcitraten eher basisch als sauer. Dementsprechend kann unser Körper viele Säuren gut zu Kohlendioxid und Wasser abbauen und über die Nieren, die Lunge und den Darm ausscheiden. Alle Obstsorten oder auch Sauermilchprodukte sind deshalb in der Regel kein Problem für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt.

Achtung bei Schwefel und Phosphor

Schwieriger wird es jedoch, wenn wir Säuren zu uns nehmen, bei der schwefel- oder phospohrhaltige Verbindungen abgebaut werden müssen. Schwefelverbindungen finden sich beispielsweise in Nüssen, Hülsenfrüchten, Trockenfrüchten oder auch teilweise in Wein. Auch alle tierischen Eiweiße und Proteine, so wie sie in Fleisch oder Milchprodukten vorkommen, enthalten Schwefel. Phosphor ist ebenfalls in vielen Lebensmitteln enthalten und wird zusätzlich auch Fleisch- und Wurstwaren beigegeben. Diese Lebensmittel sind vor allem deshalb sauer, weil ihnen säureabpuffernde Mineralstoffe und Spurenelemente fehlen. Diese wiederum finden sich vor allem in den basischen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse. Sie enthalten viel Magnesiumcitrat oder Caliumcarbonat, was die Nahrung eher basisch als sauer wirken lässt.

Ernährungsgrundlagen bei Übersäuerung

Wer der Übersäuerung im Körper, die sich übrigens mit einem PH-Teststreifen aus der Apotheke messen lässt, entgegentreten möchte, sollte auf eine säurearme Ernährung setzen. Bei der basischen Ernährung sollten insbesondere tierische Eiweiße in Fleisch, Wurst und Fisch, Milchprodukte wie Hart- und Schnittkäse sowie Eier vermieden werden. Produkten mit Zusätzen von Vollkorn- und Auszugsmehlen sind ebenso wenig für eine basische Ernährung geeignet wie Nüsse und Hülsenfrüchte. Auch Alkohol, schwarzer Tee und Kaffee stehen auf der „Säureliste“ und werden besser durch ungesüßte Kräutertees und Mineralwasser ersetzt. Übrigens: Drei Liter dürfen Sie pro Tag ruhig trinken!

Gerne dürfen Sie auch zu allen Obst- und Gemüsesorten greifen. Auch Kartoffeln regen die Basenbildung an. Produkte aus Sauermilch und Molke dürfen Sie ebenso auf Ihrem Speiseplan belassen. Wer es mit einer offiziellen Ernährungsform probieren möchte, der kann sich näher mit der Rohkosternährung beschäftigen, da auch sie auf das Prinzip eines ausgeglichenen Säure-Basen-Haushaltes setzt. Auch die Hay´sche Trennkost zählt dazu.

Wenn die Ernährung allein nicht reicht: Basische Pülverchen und mehr

Falls Sie mit dem Verzicht auf besonders saure Lebensmittel mittelfristig keine Erfolge in der Balance Ihres Säure-Basen-Haushaltes erreichen, kommen für den Abbau des beschwerdeauslösenden Säureüberschusses auch so genannte Basenpulver in Betracht. Sie enthalten organisch gebundene Mineralstoffe, die als puffernde Substanzen gegen eine Übersäuerung des Körpers helfen können. Wichtig: Diese Therapieform ist nicht für die Langzeitanwendung gedacht und sollte nur in Absprache mit einem Arzt Ihres Vertrauens erfolgen.

Ist es infolge einer Übersäuerung bereits zu chronischen Gewebsazidosen gekommen, können Baseninfusionen helfen, die intravenös verabreicht werden. Diese Basenkuren werden aber nur in besonderen Fällen verabreicht, um dem Körper kurzfristig bei der Übersäuerung zu helfen. Bei allen Versuchen, Ihren Säure-Basen-Haushalt in Balance zu bringen, sollten Sie sich mit Ihrem Hausarzt besprechen. Er kann Ihnen weitere individuelle und auf Ihren Gesundheitszustand angepasste Tipps und Tricks geben.